Erst sitzt Simona Zaugg ihre Symptome aus. Vielleicht verschwinden sie ja von selbst. Die tauben Hände, die brennenden Füsse. Das Kribbeln, das von den Zehen in die Knie zieht. Das weiterwandert, als würden Ameisen ihren Körper befallen. Die Zürcherin ist keine, die schnell zum Arzt rennt. Schon gar nicht in jenem Jahr.

Zaugg ist eine der Ersten, die im März 2020 an Corona erkranken. Ihren Namen haben wir geändert. «Wer kein Notfall war, sollte zu Hause bleiben, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten», erinnert sie sich. Also wartet sie. Mit Schwindel, Fatigue, Übelkeit, Migräne, Herzrasen – und Ameisen. Die Zeit bringt keine Besserung, also sucht sie nach sechs Monaten einen Neurologen auf.

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